I am back

Gestern bin ich in Deutschland angekommen. Unsere Ankunft war ein wenig kompliziert, da wir unseren Anschlußflug nach Luxemburg verpasst hatten, weil unsere Maschine aus Toronto Verspätung hatte. Man hatte uns dann auf eine Maschine um 17:00 Uhr gebucht. Das war uns allerdings zu spät und so beschäftigten wir ein paar Leute am Frankfurter Flughafen damit, unser Gepäck zu suchen und uns Bahntickets auszustellen. Angekommen sind wir dann halt nicht am Luxemburger Flughafen sondern am Siegburger Bahnhof - auch gut.

Dass ich wieder in Deutschland bin, realisiere ich erst so langsam. Immer wieder sehe ich allerdings Anzeichen: die Milchpakete sind hier ziemlich klein (nur 1 Liter), das Bier gibt’s in größeren Flaschen und es schmeckt besser, alle Menschen reden die gleiche Sprache wie ich und das Geld ist irgendwie anders als ich es gewohnt bin. Gestern in der Pizzeria habe ich begonnen auszurechnen, wieviel Trinkgeld ich geben muss (15% in Kanada) und habe erst dann gemerkt, dass das hier ja übertrieben wäre. Naja, ich gewöhne mich jetzt mal weiter an Deutschland und beende diesen Blog hiermit. Was soll ich noch schreiben? Ich bin ja wieder da.

PS: Ich wünsche allen meinen Lesern ein frohes Fest!

3 comments December 24th, 2005

Allerletzter Eintrag aus Kanada

Heute haben wir erst gepackt und waren danach nochmal in der Stadt. Jetzt ist es halb fünf. Gleich werden die Koffer zugemacht und wir werden noch was essen bevor wir zum Flughafen aufbrechen. Die Wohnung ist so gut wie leer. Es sieht so aus, als würden wir gerade einziehen. Ich sitze auf unserer Couch, gucke aus dem Fenster und habe überhaupt keine Lust, nach Deutschland zu fliegen. Wieviele Beiträge habe ich von dieser Couch aus geschrieben?
Gestern abend war der fünfte Geburtstag der Open-Mike-Night im Einstein und wir haben dort unseren letzten Abend verbracht und dabei nochmal die best chicken wings in town gegessen. War ein gelungener Abschluß für das Auslandssemester. Bis morgen - in Deutschland.

Add comment December 22nd, 2005

Letzter Eintrag aus Kanada

Der Gewinner unseres kleinen Wettbewerbs steht fest: Hanno! Bild Nummer vier hat mit klarem Vorsprung gewonnen. Glückwunsch!

Abgesehen davon ist es nicht zu übersehen, dass wir bald abreisen. Gestern haben wir unseren ganzen Kram (Küchenkram wie Topf, Pfanne, Besteck usw.) in eine große Tüte gepackt und haben diese Tüte dann den Mainzern als Weihnachtsgeschenk vermacht. Außer ein paar Tellern und Besteck haben wir jetzt nichts mehr hier. Heute morgen funktionierte, wie erwartet, unser Internet nicht mehr. Den Router habe ich inzwischen zu Bell Canada zurückgebracht. Diesen Beitrag hier schreibe ich, wie am Anfang meines Kanadaaufenthaltes, über ein offenes WLAN. Gestern habe ich eine Mail aus Deutschland bekommen, die denn Satz “bis Freitag abend dann” enthielt - auch ein untrügliches Zeichen, dass ich nach Deutschland zurückkomme.

Heute abend gehen wir nochmal ins Einstein und essen ein paar Chicken Wings und trinken ein paar Bier. Morgen geht’s dann irgendwann zum Flughafen und um 22:05 soll unser Flugzeug dann abheben. Wir sehen uns - in Deutschland.

Add comment December 21st, 2005

Montreal und Ottawa

Über 1200 Autokilometer sind seit meinem letzten Beitrag vergangen. Viel Fahrerei - aber es hat sich gelohnt. Gerade ein paar Stunden wieder in Toronto gibt’s hier nun also schon meinen Bericht unseres Trips nach Montreal und Ottawa. Am Freitag ging es los. Manu, Bettina, Thomas und ich brachen im Chevrolet Malibu auf um noch mal etwas Anderes zu sehen. Den Tag und die Nacht vorher hatte es unglaublich viel geschneit. In Toronto lagen etwa 15 bis 20 cm Schnee. Glücklicherweise waren die Straßen am Freitag wieder frei. Als wir in Montreal ankamen, mussten wir allerdings feststellen, dass 15 bis 20 cm Schnee ja ganz nett sind, aber dass es auch durchaus möglich ist, da noch ein paar Zentimeter draufzulegen. Eine Schneedecke von etwa 45 bis 50 cm bedeckte Montreal als wir ankamen (und auch noch als wir abfuhren). Das vom Hostelleiter zugesicherte “free and easy parking” auf der Straße gestaltete sich etwas kompliziert, da alle Parkplätze einen halben Meter voll Schnee lagen. Hier mal ein paar Schneeeindrücke von Montreal:

Schnee in Montreal

Schnee in Montreal

Das zweite Photo stammt vom Mont Royal, dem Berg in der Mitte der Stadt. Dort sind wir sogar Schlitten gefahren. Zum Glück ist in Kanada bald Wahl, so dass ein Wahlplakat herumlag, dass wir als Schlitten verwenden konnten. Auf dem Berg machten auch eine ganze Menge Leute Skilanglauf. Insgesamt hatten wir sehr viel Spaß mit dem Schnee. Das nächste Bild deklariere ich als Suchbild. Wo sind Thomas und ich?

Thomas und ich im Schnee

Aber wir haben uns natürlich auch eine Menge angeguckt. Neben Downtown und der Altstadt haben wir den Petersdom im Maßstab 1:3 besichtigt (was die alles nachbauen…), sind durch die Underground City gegangen (sowas wie der PATH in Toronto) und waren auch auf den Inseln im St-Lorenzstrom. Das folgende Bild zeigt den momentenen Zustand des Flußes. Sieht nicht so aus, als ob man da im Moment schwimmen gehen wollte…

Eisschollen auf dem St-Lorenz-Strom

Die Inseln bieten zwei Hauptattraktionen. Zum Einen fand hier einmal eine Weltausstellung statt, von der u.a. eine ziemlich große Stahlgitterkugel übrig geblieben ist. Zum Anderen befindet sich hier der Circuit Gilles Villeneuve, also die Formel-1-Rennstrecke des Kanada-Grand-Prix. Folgendes Photo zeigt, dass die Start-Ziel-Gerade im Moment nicht in einem brauchbaren Zustand ist:

Zielgerade

So eine Formel-1-Runde ist übrigens doch ganz schön lang. Wir sind das mal abgelaufen - war ganz schön kalt.

Angesehen haben wir uns auch den olympischen Park in Montreal. Das Stadion sieht schon recht beeindruckend aus. Ich habe gelesen, dass es das teuerste Stadion sein soll, dass jemals gebaut wurde. Über dem Stadion erhebt sich ein Turm, der das Stadiondach hält und auf den man hinauffahren kann. Oben hat man dann einen Panoramablick über die Stadt. Vor dem Stadion stehen einige Flaggen der Teilnehmerländer der olympischen Spiele damals. Diese Flaggen zeigten uns, dass die DDR anscheinend irgendwo immer weiterlebt:

Nostalgie in Montreal

In Ottawa haben wir uns hauptsächlich das Parlamentsgebäude angeguckt. Es gibt dort freie Führungen durch das Gebäude und man sieht die Sitzungssäle des Unterhauses und des Senats. Das ist schon eine recht gute Sache, wenn man bedenkt, dass das für lau ist. In das Gebäude integriert ist der “peace tower”, ein 60 Meter hoher Turm, von dem man auf die Stadt herabblickt. Das folgende Photo zeigt hinter dem Turm der Parlamentsbibliothek den zugefrorenen Ottawa River:

Blick vom Peace Tower

Wir haben noch eine Menge mehr erlebt und ich könnte noch mehrere Seiten schreiben, aber ehrlich gesagt, werde ich langsam müde und werde mal ins Bett gehen. Außerdem muss ich ja noch was zum Erzählen haben….

Add comment December 20th, 2005

Wettbewerb

Die Deadline des Wettbewerbs “Das nordamerikanische Weihnachtswohnhaus 2005″ nähert sich in rasendem Tempo. Morgen Abend ist Einsendeschluß. Da ich bekanntermaßen ab morgen in Montreal bin, werden die Bilder auf Hannos Webseite veröffentlicht. Also: ab morgen abend könnt ihr auf

dieser Webseite

alle Einsendungen angucken und dann die nächsten drei Tage lang eure Stimme abgeben (wie das geht, steht auf der Webseite). Die Preisverleihung wird am 20.12. stattfinden. Also: stimmt fleißig ab!

Und dann noch ein Hinweis für meine Dauerbesucher: in den nächsten Tagen wird hier kein neuer Eintrag entstehen (weil ich halt nicht da bin). Anfang nächster Woche wird unser Internetzugang abgeschaltet. Im worst case kommt der nächste Eintrag also erst wieder aus Deutschland. Aber ich hoffe doch, noch von Montreal und Ottawa berichten zu können, wenn ich wieder in Toronto bin. We’ll see…

1 comment December 15th, 2005

Wieso ist es schon fast vorbei?

Bald ist es schon vorbei. In zehn Tagen sind wir längst wieder in Deutschland. Ganz ehrlich: ich könnt’ noch ‘ne Weile hier bleiben. Nicht, dass ich mich nicht freuen würde, nach Deutschland zurückzukommen und alle Leute da wiederzusehen, aber viereinhalb Monate sind doch bei Weitem nicht so lange, wie man sich das erst vorstellt. Es gibt schon noch einige Dinge, die ich hier gerne noch sehen und tun würde. Auch einfach das Leben hier würde ich gerne noch eine Weile erleben. Zum Glück steht ja vor dem Rückflug noch ein Highlight an: unser Trip nach Montreal und Ottawa. Am Freitag geht’s los. Die Temperaturen sollen zum Wochenende wieder etwas steigen (bis auf knapp über 0°C), so dass wir uns in Montreal wohl durch die Straßen bewegen können, ohne gleich am Boden festzufrieren. Ganz ehrlich: ohne Schal, Handschuhe und, wenn die Sonne weg ist, auch Mütze geh’ ich im Moment nicht so gerne aus dem Haus - es ist ganz schön kalt (es soll ja auch Leute geben, die ihre Handschuhe verlieren - dann ist’s halt wirklich kalt…). Der Schnee liegt inzwischen auch schon seit ‘ner Weile. Sorgt mal bitte dafür, dass wir in Deutschland weiße Weihnacht kriegen. Ich bin jetzt Schnee gewohnt!

1 comment December 13th, 2005

Weihnachtsplätzchen

Natürlich ist es eigentlich ein Unding, dass ich dieses Jahr nicht beim traditionellen Backen mit Martin und Dennis dabei war. Schließlich ist das eine lange Tradition, die aufrecht erhalten werden will. Martin und Dennis hatten sich Alexander als Ersatz für mich ins Team geholt und hatten bereits Anfang Dezember gebacken. Ich habe nun heute die Sache nachgeholt. Manu, Bettina und ich haben hier heute viele Plätzchen gebacken. Glühweinspitzen, Schoko-Orangenkekse und so eine Art Vanillekipferl (aber nicht in Kipferlform) sind dabei entstanden. Die Backbedingunen waren hier in unserer Küche nicht gerade ideal. Unsere einzigen Maßeinheiten waren Margarinedose, Tasse und Löffel. Die Butter war noch das Einfachste. Dank Geodreieck wussten wir, wie lang das Stück Butter insgesamt ist. Gewicht steht ja sowieso drauf und so konnten wir Gewicht/cm berechnen. Klingt komisch, wenn jemand sagt: “Tu mal drei Zentimeter Butter in die Schüssel.”. Als Schüssel diente unser Topf und zum Teigausrollen musste mal wieder eine leere Weinflasche herhalten. Trotz allem sind die Plätzchen aber lecker geworden und wir haben auch schon ausgiebig getestet. Hier mal ein Photo des Ergebnisses:

Plaetzchen

Weihnachtlich war es auch draußen. Den gesamten Vormittag hat es wieder geschneit, so dass zu dem bereits liegenden Schnee noch mal eine Ladung dazu kam.

Jetzt noch zu einem anderen Thema: ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass es jetzt auch keinen Sinn mehr macht, noch Postkarten zu schreiben. Schließlich bin ich in < 2 Wochen schon wieder in Deutschland. Folgerichtig werde ich das mit dem Schreiben also lassen. Ich hoffe, dieser Blog hier ist Entschädigung genug.

1 comment December 11th, 2005

Weihnachtsdeko

Ja, wir arbeiten immer noch am Exam. Was sollen wir machen? Die Stimmung ist so langsam auf dem absoluten Nullpunkt angelangt. Aber ein Ende ist in Sicht. Bald ist es vorbei. Danach geht’s erst mal in irgendeine Kneipe.
Ich war eben so genervt vom ewigen Herumsitzen und Nachdenken, dass ich völlig sinnfrei einfach mal nach Post gucken gegangen bin. Dabei habe ich gesehen, dass die “weihnachtliche” Dekoration im Hauseingang eine neue Evolutionsstufe erreicht hat. Es ist wirklich interessant, dass einige Leute hier nicht auf einen Schlag ihre Weihnachtsdeko wild überall verteilen, sondern das Ganze über mehrere Tage oder Wochen hin zelebrieren. In unserem Hauseingang fing es mit einer winzigen bunten Lichterkette an der Seite an. Danach kam eine längere, ausschließlich rote Lichterkette, die sich schon Richtung Mitte hinzog. Und jetzt ist eine ewig lange weiße Lichterkette hinzugekommen und die kleine bunte wurde in die Mitte integriert. Mal gucken, was noch so kommt.
Habe ich eigentlich schon mal vom Wettbewerb “Nordamerikanisches Weihnachtshaus 2005″ erzählt? Jeder Teilnehmer darf ein Photo eines dekorierten Hauses einreichen und eine Fachjury wird dann das beste Bild wählen. Der Preis beträgt ein Pitcher Bier und wurde von Hanno und mir gestiftet. Ich bin gespannt, was so an Einsendungen kommt. Die Fachjury wird übrigens von einer Internetjury unterstützt werden. Ihr könnt also abstimmen. Ich werde berichten, wann es soweit ist.

Nachtrag:

Das Exam ist beendet. Ich habe meine Lösungen abgeschickt - endlich!

Add comment December 9th, 2005

Final Exam, die Zweite

So, wir haben jetzt bereits gut zehn Studen an der Klausur gearbeitet. Ist gar nicht so einfach. Aber dafür haben wir ja auch Zeit. Für einige Fragen muss man sich ganze Kapitel noch mal genau durchlesen bevor man überhaupt kapiert, worum es geht. Allerdings haben wir bereits gut sieben Fragen (von zehn) beantworten können. Wir müssen das Ganze nur noch ausarbeiten. Aber, wie Stromberg sagen würde: “Läuft!”. Auch eine Videodokumentation der Klausur ist entstanden. Seit gestern morgen haben wir jede paar Stunden die Stimmung eingefangen. Jetzt gibt’s aber erst mal Abendessen.

3 comments December 8th, 2005

Final exam

Heute ist unser “final exam” der Datenbankvorlesung. Es ist ein “take home exam”, d.h. die Fragen werden online gestellt und ab dann gibt’s 24 Stunden Bearbeitungszeit. Offizielle Startzeit: heute morgen um 09:00 Uhr (Eastern Standard Time - wir hatten extra nachgefragt :-) ). Jetzt ist es mittlerweile kurz vor 12:00 Uhr. Der Link auf der Webseite führt nach wie vor auf eine Datei, die für jegliche Zugriffe gesperrt ist. Es sind bereits E-Mails anderer Studenten bei uns eingetrudelt, die sich auch fragen, wo die Klausur ist. Mails an den Prof. blieben bisher unbeantwortet. Mittlerweile sind wir “really pissed off”, weil wir seit drei Stunden hier rumsitzen und warten. Mal gucken, wann hier mal was passiert….

Nachtrag 13 Uhr:

Habe Wackelpudding gemacht, weil ich nichts zu tun habe. Bisher kein Lebenszeichen vom Prof. Habe darüber nachgedacht, ein Skript zu schreiben, dass alle paar Minuten versucht, die Datei mit den Fragen herunterzuladen und einen Piepton produziert, wenn es Erfolg hatte. Mich nervt es nämlich mittlerweile, alle paar Minuten auf der Webseite nachzugucken. Wir denken jetzt langsam über Mittagessen nach.

Nachtrag gegen 14:30 Uhr:

Immer noch kein Lebenszeichen vom Prof. Die 17-Uhr-Tagesschau haben wir bereits geguckt. Hanno schreibt an seinem Paper für seinen anderen Kurs. Das Mittagessen ist grad im Ofen. Gerade haben wir noch mal Mails an unsere Komillitonen geschickt und gefragt, ob die irgendwas gehört haben. Mal sehen…

Nachtrag 17:25 Uhr:

Wir haben’s aufgegeben. Auch über acht Stunden nach Prüfungsbeginn keine Spur von den Fragen und auch keine Reaktion vom Prof. Vor einigen Minuten ist auch noch der Webserver des Computer Science Departments an der YorkU abgestürzt, so dass wir die Webseite des Profs nicht mehr erreichen und unsere YorkU-Mails nicht mehr lesen können. Was soll das eigentlich? Wir können noch nicht mal gemütlich ein Bier trinken gehen, weil wir ja jeden Moment damit rechnen müssen, dass der Prof. sich irgendwie zu Wort meldet.

Nachtrag 19:25 Uhr:

Abendessen ist jetzt im Ofen. Resteauflauf. Da wir bekanntermaßen “pissed off” sind und heute den ganzen Tag hier auf der Couch verbracht haben, werden wir gleich ein Bier trinken gehen. Der Prof. ist uns jetzt irgendwie ziemlich egal. Cheers.

Nachtrag 8. Dezember, 08:30 Uhr:

Die Fragen sind online. In einer Mail entschuldigt sich der Prof. Aufgrund unvorhersehbarer Umstände konnte er gestern nicht ins Internet. Dafür haben wir jetzt länger Zeit. Los geht’s!

2 comments December 7th, 2005

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